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Pennergeschwätz

»Früher, als Punk, da hast du ja noch gut ausgesehen. Aber jetzt? Wie ein Penner!«

So kommentierte meine Tochter kurz nach ihrem 10. Geburtstag (da war ich 52) den ersten richtigen Bart meines Lebens. Zahnpastaspuren auf meiner Kapuzenjacke und die Flecken auf der speckigen Jeans, die ich seit Wochen trug, taten ihr Übriges.

Mich störte das alles nicht. Ihr Gegenwind kam bei mir eher als frische Brise an, und kaputte Typen haben schließlich was Sympathisches.

Der Penner, der vor Jahrzehnten als Punk die Welt vernichten wollte, weiß allerdings, daß er ein Held von gestern ist und langsam zu stinken beginnt. Gelegentlich sieht man ihn zwischen Hamburg-Bahrenfeld und St. Pauli umhertaumeln, immer eine prallgefüllte Plastiktüte mit Erinnerungen und Spiderman-Heften dabei.

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Ficken für Punkfoto – 6 Euro!

Passend zur Jahreszeit habe ich eine kleine Weihnachtsgeschichte geschrieben, die ich nun in Fortsetzungen im PUNKFOTO-Magazin veröffentliche – als Auftakt einer Reihe mit dem Titel „Karls Fleischbar“. Der erste Teil von „Ficken für Punkfoto“ heißt „No Future auf den Knien“ und ist besonders für Kinder im Vorschulalter geeignet. Damit sie schon früh wissen, wie böse alles endet, wenn man zu lange gegen den Strom schwimmt. Und daß Geld das Wichtigste im Leben ist.

Alles Punk – besonders im Chaostage-Theater!

Es ist gut, daß die Dinge, die unsere Jugend geprägt haben, jetzt nur noch im Museum oder im Theater zu bestaunen sind. Getreu dem Motto: ALLES KAPUTTMACHEN, das ist PUNK! Also muß auch Punk zum Teufel gehen, das ist seine allerheiligste Verpflichtung. Und ein fröhlicher Selbstgänger zugleich, ein Perpetuum Mobile der Realität.

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Vorwärts mit der PUNKFOTO-Entnagelisierung!

Dem einen oder anderen ist’s bereits aufgefallen: Fast alle Texte betreffend PUNKFOTO sind aus diesem Blog verschwunden – und auch aus dem Titel meiner eigenen Facebook-Seite. Von www.punkfoto.org ebenso. Wie das? Ein Putsch? Hackerangriff? Depression? Selbstmord?

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Drachentod im Schanzenviertel – Ein Riot-Hipster auf dem Holodeck

Ich träume von einem Rosa Block auf Demonstrationen. Einer lustvollen Avantgarde gegen furchteinflößende Armeen. Die schwarzen Klamotten liegen im Müll. Die Gefahr einer Verwechslung mit dem Nazi-Mob auch. Den Gewalt-Gorillas ist das peinlich, sie steigen aus, weil sie nicht über sich selbst lachen wollen.

Und während ich vom lockeren Aufstand träume, weiß ich, daß ich gleichzeitig ein Gewalt-Junkie bin. Der Riot-Hipster schlechthin. Ein Beobachter ohne Gefühle, der nur sich selbst im Selfie anstarrt, die brennende Barrikade als Hintergrundmotiv. Verrückt, gestört. Gefangen in einem Irrsinn, der die ganze Welt zerfrisst.

Und das Hamburger Schanzenviertel war am vergangenen Wochenende mein Holodeck.

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Drei Worte und ’ne Schreibmaschine

Meine schöne ADLER-Schreibmaschine tut’s nicht mehr richtig. Was für’n Jammer! Wozu ich überhaupt eine Schreibmaschine brauche? Im Computer- und Informationszeitalter? Weil man als Medienjunkie das Internet unweigerlich irgendwann zu hassen beginnt. Das Heroin, das nur einen Klick entfernt zentnerweise lauert, mir den Tag zu zerfräsen.

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Arbeit: Klopapier, Billionen oder echter Spaß

Manche Leute glauben, ein »Meister des Chaos« (also ich!) lebt in einer undefinierbaren Sphäre, in der irgendwie immer Geld da ist, das pure Überleben ohne Bedeutung. Auf keinen Fall aber hat der Erfinder von »Arbeit ist Scheiße« einen ganz normalen Job. Arbeitssuche kennt er nicht, stattdessen Hartz IV als einzige Option. Ich aber frage mich: Auf welchem Planeten leben diese Spinner eigentlich?

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Anschläge ohne Blutvergießen

Das Erstfassung meines Buches ist fertig – das war mir soeben eine doppelte Currywurst wert! Nach jahrelangem Schwitzen, Nachdenken, Lamentieren und immer neuen Schreibversuchen ist der Knoten vor rund 7 Wochen geplatzt, und seitdem habe ich täglich Seite um Seite in die Tasten gehackt. Ergebnis: 700.000 Anschläge!

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Grüße aus dem Schreibtunnel

Wie sehr übertönt der allgegenwärtige Overkill (Internet, Handy, TV, Werbebotschaften, Musik, Konsum, News, Asoziale Medien) die Selbstwahrnehmung und die anderer Menschen? Gibt es einen Schutz dagegen? Und was wäre, wenn plötzlich absolute Stille herrschen würde?

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Fürs Schreiben: Was geht ab in Deinem Supermarkt?

Ich suche Leute, bei denen ich mal ’ne Woche oder so wohnen kann. Wo ich tagsüber Tisch und Stuhl habe, um konzentriert zu schreiben. Und nachts ’ne Matratze, damit ich morgens ausgeruht zur Tat schreiten kann. Stichwort: Couchsurfing, Tapetenwechsel, Abtauchen!

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