Jakob "Der Schnüffler" Steinberg

HACKFLEISCH präsentiert: Den Mann, der unter jedem Stein nachschaut – und meistens etwas findet!

 

PRESSEAUSWEIS EINES AUSGESTOSSENEN

Geworfen: 1958 in Frankfurt am Main, Sohn eines Gerichtsvollziehers

Karrieretrümmer: 15 Jahre seriöser Journalist, dann "der Vorfall", seitdem freischaffender Aufdecker

Pathologische Merkmale: Chronisches Mißtrauen, obsessives Aktensammeln, Unfähigkeit, etwas für bare Münze zu nehmen

Ausrüstung: Diktiergerät (analog), Nikon F3 (seit 1985), Trenchcoat (fleckig), Notizbücher (verschlüsselt)

Erkennungszeichen: Schnauzbart, Zigarettengestank, Augenringe, die eigene Postleitzahlen haben

Biotop: Zweizimmerwohnung in Offenbach, vollgestopft mit Aktenordnern, Zeitungsausschnitten, Pinnwänden mit roten Fäden

Korpus Delikti: "Die Gladio-Connection", "Chemtrails über dem Bundestag?" (zurückgezogen), diverse HACKFLEISCH-Enthüllungen

 

ACHTUNG: DIESER MANN GLAUBT NICHTS!

Jakob Steinberg sieht aus wie jemand, der seit 1987 nicht mehr richtig geschlafen hat. Der 67-Jährige trägt denselben beigen Trenchcoat, den er sich damals von seinem ersten großen Honorar gekauft hat – mittlerweile mehr Fleck als Stoff. Der Schnauzbart ist grau geworden, die Augenringe tiefer, aber der Blick ist derselbe: wach, mißtrauisch, immer auf der Suche nach dem, was nicht gesagt wird.

"Jede offizielle Erklärung ist eine Lüge, bis das Gegenteil bewiesen ist," lautet sein Credo. "Und selbst dann lügen sie wahrscheinlich über das Gegenteil."

Geboren wurde er 1958 in Frankfurt, als Sohn eines Gerichtsvollziehers. "Mein Vater hat mir beigebracht, daß jeder etwas zu verbergen hat. Er hat beruflich in Wohnungen geschaut, in die niemand schauen sollte. Die Leute mit den saubersten Fassaden hatten die dreckigsten Keller."

Die Mutter arbeitete als Sekretärin bei einer Wirtschaftskanzlei und brachte abends Geschichten mit nach Hause – "von Deals, die nie in den Akten standen, von Handschlägen, die mehr wert waren als Verträge." Der kleine Jakob lernte früh: Die wahre Geschichte steht nie in der Zeitung.

 

VOM SERIÖSEN JOURNALISTEN ZUM PARIA

Nach dem Abitur Journalistenschule, dann fünfzehn Jahre bei einer großen Regionalzeitung. Steinberg machte sich einen Namen als investigativer Reporter – Bauland-Skandale, Korruption bei Stadtwerken, die üblichen Sumpfblüten der Provinzpolitik. Solide Arbeit, preisgekrönt sogar.

Dann kam 1995 "der Vorfall".

"Ich hatte Material über einen Waffenhändler, der mit Wissen des BND Geschäfte im ehemaligen Jugoslawien machte. Solides Material. Drei Quellen. Dokumente." Steinberg zündet sich die vierte Zigarette in zehn Minuten an. "Die Geschichte wurde gedruckt. Zwei Tage später war sie weg. Aus dem Archiv gelöscht. Mein Chefredakteur sagte: 'Es gab diese Geschichte nie.' Eine Woche später war ich arbeitslos."

Was folgte, war der klassische Abstieg: Freelance-Aufträge, die immer seltener kamen. Boulevardblätter, die seine Recherchen kauften und zu Sensationsmüll zerhackten. Scheidung, Alkohol, eine Phase, in der er "zu tief in bestimmte Kaninchenlöcher schaute" und Dinge publizierte, die er heute bereut.

"Ich bin kein Verschwörungstheoretiker," sagt er. "Ich bin Verschwörungs-PRAKTIKER. Der Unterschied: Ich überprüfe meine Theorien. Manchmal liege ich daneben. Aber manchmal..." Er tippt auf einen Aktenordner. "Manchmal habe ich verdammt recht."

 

DIE METHODE STEINBERG

Steinbergs Arbeitsweise ist eine Mischung aus altmodischer Fleißarbeit und paranoider Akribie. Er führt keine digitalen Akten – "Alles, was online ist, ist kompromittiert." Seine Wohnung in Offenbach gleicht einem Archiv: Ordner nach Jahren sortiert, Pinnwände mit Zeitungsausschnitten und roten Fäden, ein analoges Diktiergerät, das aussieht wie ein Museumsstück.

"Ich rede mit Leuten. Das ist mein Geheimnis." Er lacht heiser. "Nicht per E-Mail, nicht per Telefon. Ich sitze ihnen gegenüber. Ich sehe ihre Augen. Menschen können am Telefon lügen. Von Angesicht zu Angesicht ist es schwerer."

Seine Quellen sind Legion: frustrierte Beamte, gefeuerte Mitarbeiter, rachsüchtige Ex-Frauen, Whistleblower, die nirgendwo sonst hingehen können. "Die Leute kommen zu mir, WEIL ich kein seriöser Journalist mehr bin. Bei der FAZ würden sie abgewimmelt. Bei mir wissen sie: Der druckt es. Der hat nichts zu verlieren."

 

Was er recherchiert:

- Pharmaskandale: Unterdrückte Studien, gekaufte Gutachten, Todesfälle, die als "Einzelfälle" abgetan werden

- Lokale Korruption: Was wirklich bei kommunalen Ausschreibungen passiert, wer wen kennt und wer wen bezahlt

- Wirtschaftskriminalität: Briefkastenfirmen, Steueroasen, die Verbindungen zwischen Politik und Kapital

- Vertuschtes: Die Geschichten, die aus den Archiven verschwinden, die Akten, die "verloren gehen"

 

DER STIL DES SCHNÜFFLERS

Steinbergs Reportagen folgen einem unverkennbaren Muster: Er selbst ist immer Teil der Geschichte. Nicht als Held, sondern als hartgesottener Ermittler, der Gefahren trotzt und Mauern einreißt.

Ein Kritiker nannte seinen Stil "Boulevard mit Biß" – sensationell im Ton, aber oft überraschend solide in der Substanz. Steinberg selbst sagt: "Ich schreibe für Leute, die keine Lust haben, 5.000 Wörter Feuilleton zu lesen. Ich komme zum Punkt. Und der Punkt ist meistens: Jemand bescheißt euch."

 

DIE GRATWANDERUNG

Das Problem mit Steinberg: Manchmal hat er recht. Und manchmal nicht.

Seine Enthüllung über manipulierte Abgastests (2014) erwies sich als prophetisch – zwei Jahre vor dem offiziellen Dieselskandal. Seine Recherchen über ein Pflegeheim-Kartell in Hessen führten zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen. Die "Gladio-Connection" (2008), sein Buch über NATO-Geheimstrukturen in Deutschland, gilt in einschlägigen Kreisen als Standardwerk.

Andererseits: "Chemtrails über dem Bundestag?" (2011) mußte er zurückziehen, nachdem sich die "Beweise" als manipuliert herausstellten – von einem Informanten, der ihn reingelegt hatte. "Mein größter Fehler," gibt er zu. "Ich wollte es zu sehr glauben."

Diese Mischung aus echten Enthüllungen und gelegentlichen Fehlschüssen macht ihn zum perfekten HACKFLEISCH-Autor. "Jakob ist wie ein Wünschelrutengänger," sagt Karl Nagel. "Meistens findet er Wasser. Manchmal gräbt er ein Loch ins Nichts. Aber er gräbt. Das ist mehr, als man von den meisten Journalisten sagen kann."

 

DER EINSAME WOLF

Privat ist Steinberg ein Wrack mit System. Geschieden seit 1999 ("Sie sagte, ich sei mit meinen Akten verheiratet. Sie hatte recht."). Ein erwachsener Sohn, der Investmentbanker wurde – "Meine größte Niederlage." Keine Freunde, nur Quellen. Keine Hobbys, nur Recherchen.

Er lebt von Honoraren, die immer knapper werden. Magazine, die früher seine Geschichten kauften, sind eingegangen oder "unter neuer Führung" – was für Steinberg bedeutet: gekauft. HACKFLEISCH ist eine seiner letzten Plattformen.

"Ich bin der letzte einer aussterbenden Art," sagt er ohne Selbstmitleid. "Der Reporter, der noch rausgeht. Der noch mit Leuten redet. Der noch Akten wälzt. Die jungen Kollegen googeln drei Minuten und schreiben dann ihre 'Recherche'. Kein Wunder, daß niemand mehr der Presse traut."

Seine Gesundheit ist ruiniert – Kettenraucher, Kaffee statt Essen, chronischer Schlafmangel. "Ich werde diesen Job nicht überleben," sagt er. "Aber irgendwer muß ihn machen. Und so lange ich noch atme, bin ich dieser Irgendwer."

 

GEGENWART UND RECHERCHEFRONT

Für HACKFLEISCH liefert Steinberg regelmäßig "Enthüllungsreportagen" – manchmal echt, manchmal halb-fiktional, immer im Graubereich zwischen Journalismus und Paranoia. Die Redaktion läßt offen, was davon "wahr" ist. Das ist Teil des Spiels.

Sein aktuelles Projekt: Eine Serie über "Die wahren Besitzer Deutschlands" – Recherchen über Familienstiftungen, Beteiligungsgesellschaften und die unsichtbaren Netzwerke, die seiner Meinung nach die eigentliche Macht im Land ausüben.

"Die Leute denken, Macht ist, wer im Bundestag sitzt," sagt er. "Quatsch. Die echte Macht hat keine Visitenkarte. Sie hat Anwälte, die dafür sorgen, daß ihr Name nirgends auftaucht. Ich will diese Namen finden. Bevor sie mich finden."

Ob Größenwahn oder berechtigte Sorge – bei Steinberg weiß man nie. Und genau das macht ihn so wertvoll für HACKFLEISCH.

"Journalismus ist tot. Was ich mache, ist Archäologie. Ich grabe in den Ruinen einer Demokratie, die nur noch so tut, als würde sie funktionieren. Manchmal finde ich Gold. Manchmal finde ich Scheiße. Aber ich grabe weiter. Das ist alles, was ich kann." — Jakob "Der Schnüffler" Steinberg

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