Die Hosen runterlassen: Der PUNKFOTO-Masterplan!

Speziell in Deutschland gehen vielen die Nerven durch, wenn das Thema „Geld“ auf den Tisch kommt. Ihnen geht die Flatter, irgendwer könnte sich mit IHREM schwer verdienten Geld „die Taschen vollmachen“ und damit ein lockeres Leben führen. Ich mache es Dir einfach: JA, GENAU DARUM GEHT ES BEI PUNKFOTO! Und falls Du eines Tages mal zufällig beobachten solltest, wie ich bei Media Markt eine Blu-ray kaufe und anschließend auch noch ein Eis schlecke, dann hast Du den BEWEIS!  (Der nachfolgende Text ist auch als PDF verfügbar!)

Falls Du ansonsten nun GRÜNDE lesen möchtest, warum so ein Ding wie PUNKFOTO ganz, ganz toll ist und überhaupt WERT, durch DEINE Kohle am Leben gehalten zu werden, dann bist Du hier an der falschen Adresse – ich leiste hier keine Überzeugungsarbeit! Wenn Dich PUNKFOTO kaltläßt, dann kümmere Dich halt um Dinge, die Dir etwas bedeuten. Das halte ich genauso.

Und nein – ob PUNKFOTO „denn noch Punk ist“, darüber diskutiere ich ebenfalls nicht! Wie kann denn etwas „Punk“ sein, das in den vergangenen 10 Jahren über 7.000 Arbeitsstunden und 20.000 € verschlungen hat?

Die Sache begann unlustig zu werden, als Arbeit und Kosten mehr und mehr ein Ausmaß annahmen, das ich nicht mehr irgendwie „nebenbei“ auf einer Arschbacke abreiten konnte.

Allein der zeitliche Aufwand für PUNKFOTO würde mittlerweile für einen Vollzeitjob reichen. Dazu die Kosten für Technik, Software, Reisen und vieles andere mehr. Bei normalen Jobs zahlt der Arbeitgeber die Hälfte von Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung – bei PUNKFOTO rümpfen ein paar arme Irre die Nase, wenn jemand mehr als den Mindestlohn verdient. Wobei auch das schon deutlich über UMSONST liegt und jenseits von „do-it-yourself“ und „Gib mir alles, was du hast“!

Armut dank PUNKFOTO, alles für den guten Zweck? – Mit so einen Mutter-Theresa-Hippie-Scheiß soll mir keiner kommen! Punk heißt für mich nämlich NICHT, das letzte Hemd für den gemeinen Internet-Zuschauer zu opfern. Als Punk mit Esprit kassiert man die Kohle von ANDEREN, oder?

Damit Du erfährst, wie ich sich die Taschen voll mache, lasse ich an dieser Stelle die Hosen runter. Ans Licht kommt ein MASTERPLAN, der den PUNKFOTO-Geldspeicher mit Fantastilliarden füllen soll. Damit ich in der Kohle schwimme und mir die Taler auf die Glatze prasseln lassen kann!

Damit Du die Zusammenhänge verstehst, geht es erst mal zurück in die …

Vergangenheit: 0 € monatlich!

In den Jahren 2007-2017 wird PUNKFOTO fast ausschließlich von mir im Alleingang betrieben und finanziert. Nur durch gelegentliche Spendenaufrufe kommen ein paar Euro von außen hinzu.

Seit einer Weile passiert aber nicht mehr viel bei PUNKFOTO, weil ich angesichts des unlösbar erscheinenden Situation schlicht kapituliert habe und mich getreu der Maxime „Arbeit ist Scheiße“ lieber lustvolleren Tätigkeiten widme. Keine Scan-Arien mehr, keine Bildbearbeitung, keine Reisen, keine Berichterstattung. Keiner da an Bord der ENTERPRISE, der sich um die wachsenden Probleme und Fehler im WARP-Antrieb kümmert.

Das Online Archiv veraltet und vergammelt – und sieht auf dem Handy total scheiße aus! Massig Bilder mit falschen Angaben, niemand kümmert sich um Korrekturen. Jeder Troll kann nach Bedarf die Kommentare zuspammen – es findet keine redaktionelle Kontrolle statt. E-Mails werden nach Wochen, Monaten oder gar nicht beantwortet. Das Ende ist abzusehen. PUNKFOTO ist ein Zombie. Aber immerhin kann der Server noch bezahlt werden.

August 2017: Immer noch 0 € monatlich!

Ich steht vor der Entscheidung, PUNKFOTO zum 1.10.2017 vom Netz zu nehmen. Zeit und Geld reichen vorne und hinten nicht für ein aufwendiges Projekt wie PUNKFOTO. Das Online-Archiv ohne jede technische und redaktionelle Arbeit öffentlich als Zombie vor sich hin gammeln zu lassen, würde auf die Dauer nach hinten losgehen. Und aufgrund von Innenminister Mass‘ Zensur-Gesetz wahrscheinlich irgendwann vor dem Richter enden.

Kein PUNKFOTO – No Fun!

Also arbeite ich entweder künftig für irgendeine gut zahlende Internet-Schmiede und ziehe bei PUNKFOTO den Stecker – oder aber für PUNKFOTO! Was mir und vielen anderen deutlich mehr Freude bereiten würde. Beides zusammen geht aber NICHT – wer hat schon Lust auf 70-Stunden-Wochen?

Der MASTERPLAN!

In Zeiten der Not werden grandiose und auch wahnsinnige Ideen geboren: PUNKFOTO soll zum Leuchtfeuer der Internationalen Punkheit werden! Keine halben Sachen mehr, sondern alles auf eine Karte setzen!

Und das soll so gehen: JETZT Himmel und Hölle in Bewegung setzen und per Crowdfunding Kohle ohne Ende sammeln! Die Koalition der willigen, punkverseuchten Phantasten zusammentrommeln! Und dann irgendwann im NÄCHSTEN JAHR sehen, wie gut der Geldspeicher gefüllt ist! Welche Weltraumexpeditionen man davon bezahlen kann. Dann nämlich wird PUNKFOTO mit den bei der gemeinnützigen Stiftung RESPEKT aufgelaufenen Spenden gefördert.

Schauen wir uns die möglichen Pegelstände des Geldspeichers mal an! Um herauszufinden, was mit wieviel weshalb bewirkt werden kann:

100 € monatlich – das Allernötigste und doch wenig besser als der Tod!

Server und diverser Kleinkram sind bezahlt, mehr nicht. Aus finanziellen Gründen müßte PUNKFOTO nun nicht mehr abgeknipst werden – aber weil immer noch kein Handschlag bezahlt ist, bleibt‘s beim erwähnten Zombie-Dasein. Eigentlich so nicht zu verantworten. Das Ende nur eine Frage der Zeit

250 € monatlich – die ersten Lebenszeichen! 

Damit können auch die wichtigsten redaktionellen und technische Aufgaben finanziert werden. Die schlimmsten Fehler werden beseitigt, Zeit für Korrespondenz ist da, Telefon und Internet werden bezahlt, Troll-Kommentare, Porno und Spam werden entdeckt und gelöscht. Der Zombie erwacht zum Leben. Ist aber kein schönes. Sondern nur Verwaltung des Stillstands.

500 € monatlich – die Handlungsfähigkeit absichern!

Die braucht man, damit auch mal was kaputtgehen kann oder nicht zu sehr veraltetet: Rechner, Scanner, Technik eben. Für Anschaffung von Hard- und Software sowie Fachliteratur. Damit Zeit für Weiterbildung ist, für Recherche, für Planung und Konzeption. Auch, um PUNKFOTO bekannter zu machen.

750 € monatlich – Hurra, es gibt wieder INHALTE!

Damit läuft es auch redaktionell wieder: Texte, Geschichten, Tipps, Überarbeitung von Bildunterschriften, häßliche Bilder aufhübschen, inhaltliche Fehler korrigieren. Nie vergessen: Derzeit sind 28.000 Bilder im Archiv!

1000 € monatlich – das Archiv wächst wieder!

Neue Bilder können gescannt, bearbeitet, archiviert und online gestellt werden.

1750 € monatlich – on the road again!

PUNKFOTO kommt wieder auf die Straße: Unterwegs mit Scanner und Laptop im Gepäck, um alten Punks die Fotoalben wegzuscannen! Interviews, Videos, den ganzen Kram bearbeiten und online stellen. Sehr zeitaufwendig und zudem mit fetten Reisekosten verbunden!

2500 € monatlich – mit Volldampf zu den Sternen!

Endlich kann PUNKFOTO auch in technischer Hinsicht weiterentwickelt werden – z.B. per Anpassung an Handys und Tablets! Das nennt man „responsive design“. Auch das Aufladen und Bearbeiten von Bildern muß endlich benutzerfreundlicher wird – da geht heutzutage viel mehr als noch zum Start von PUNKFOTO. Muß man nur umsetzen. Kostet!

Übrigens: PUNKFOTO ist kein bequemer, kostenloser Web-Baukasten a la WORDPRESS, bei dem eine riesige Gemeinde die lästige Entwicklungsarbeit leistet, sondern komplett selbst entwickelt. PUNKFOTO muß deshalb auch selbst gepflegt und durch Eigenentwicklungen an Neuerungen angepaßt werden!

3000 € monatlich – nicht mehr nur Bilder! 

Integration von Fanzines, Musik und anderen Downloads in PUNKFOTO. Gerade in Sachen Fanzines wartet ein riesiger Berg Arbeit!

3500 € monatlich – PUNKFOTO International!

Entwicklung einer Internationalen Version. Damit nicht nur das deutschsprachige Publikum was von PUNKFOTO hat. Ein nicht zu unterschätzender Aufwand. Und wahrscheinlich viel zu niedrig angesetzt. Millionen potentielle neue PUNKFOTO-Besucher – die sind genauso ungeduldig und gierig wie Du!

4500 € monatlich – Schluß mit der Selbstausbeutung! 

Hurra, es lebe die Sozialversicherung: Die Krankenversicherung will auch bezahlt werden. Und was ist eigentlich mit Rücklagen fürs Alter? Und überhaupt, als Vorsorge für schlechte Zeiten? Was ist mit Steuern? Urlaub? Zahnersatz? Wahrscheinlich müßte auch hier viel mehr veranschlagt werden …

5500 € monatlich – die Idiotie auf die Spitze treiben!

Jetzt kommen wir zu einem Posten, der richtig in die Zeit geht – und damit ins Geld! Nämlich der GeldBESCHAFFUNG! Damit überhaupt Kohle an Land kommt, geht bestimmt ein Viertel der PUNKFOTO-Arbeitszeit für Gelaber, Werbung, Kampagnen, Bettelbriefe, Pressearbeit und ähnlichen Mist drauf. Für Texte wie diesen. Und die beim Crowdfunding vollmundig versprochenen Lockvogel-Geschenke müssen auch produziert und bezahlt werden!

Rechne einfach mal 1000 € monatlich, die das sogenannte „Fundraising“ kostet. Würde ich gerne komplett streichen. Ja, wenn es einen oder mehrere potente Sponsoren gäbe, die einem das ganze Gequatsche ersparen! Gibt‘s aber nicht, also muß weiter gebaggert und gebuddelt werden.

Ein Haufen Geld, oder?

Klar doch! Und wenn nicht zu viel Kohle für den letztgenannten Posten draufgeht – und für Reisen, Technik und den ganzen Krempel – dann ist auch noch Luft, um den einen oder anderen Praktikanten als Billiglohnsklaven auszubeuten, während ich mich im Wellness-Center vergnüge!

Alles kaputtmachen, aber Selbstmord ist Scheiße!

Jetzt weißt Du also, wo die Kohle bleibt, die Du rausrückst! Gerne empfehle ich, die hier aufgerufenen Zahlen mal von Bekannten aus der IT-Branche prüfen zu lassen – wenn Du da welche hast! Wetten, daß die ungläubig aus der Wäsche glotzen? Weil sie kaum glauben werden, daß es so BILLIG geht! Die werden sauer sein, weil ich die Preise kamputtmache!

Wobei die Reihenfolge der geschilderten Schritte nur als sehr lose Richtlinie anzusehen ist. Das Reisen & Scannen z.B. steht bestimmt auch dann schon auf dem Zettel, wenn noch keine 1750 € monatlich reinkommen. Aber dann bleibt eben anderes auf der Strecke. Die Dinge kommen genau dann an die Reihe, wenn Bedarf vorhanden ist und Kohle dafür da ist – aber niemals so, daß sie einem Selbstmordkommando gleichen!

Immer schön realistisch bleiben – Ohne Werbung geht wohl nix!

Und weil leider kein Millionenerbe, keine spendable Kulturstiftung und auch kein gutverdienender Punk-Promi in den Startlöchern steht, um PUNKFOTO von allen Geldproblemen zu befreien, hängt erst mal alles von DEINER Kohle ab! Die wird aber wohl zunächst nicht reichen, weshalb nur mit Werbung was zu reißen ist. Stell Dich also schon mal auf viele hübsche Werbebanner auf PUNKFOTO ein – nur unsere Paten, Mitwirkenden und Bildstifter genießen den unschätzbaren Vorteil, davon verschont zu werden! Die Technik, sie lebe hoch!

Wäre das nicht ein Grund für Dich, selbst bei bei STEADY Pate zu werden? 

Dieser Text wird laufend aktualisiert. (V1.0.7 v. 5.1.2019) und kann zudem hier als PDF heruntergeladen werden!

HINWEIS: Aktuell verlinke ich nur ausgewählte Texte bei Facebook und Twitter. Die Sachen, die ich aktuell schreibe, fahre ich dort eh nur gegen die Wand. Wer meinen Scheiß nicht verpassen will, sollte also diesen Blog abonnieren (oben links)!

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