Böhse Gedanken und ein netter Onkel

Zum Jahreswechsel ein paar besinnliche Worte vom ewigen Altkanzlerkandidaten:
Fast hätte ich mich verarschen lassen. Wäre reingefallen auf das ewige Versprechen: »Heute ackern wie blöde – übermorgen die Früchte genießen!« Die Lüge, mit der Millionen Tag für Tag wie ferngesteuert FREIWILLIG an die Arbeitsfront stürmen, weil sie der bloßen Behauptung Glauben schenken, daß MORGEN wichtiger ist als HEUTE. Aber hallo Welt, fick Dich, nicht mit mir! Ich will nicht jeden Morgen schlechtgelaunt aufstehen, die Zähne zusammenbeißen und hoffen, daß alles gut wird, wenn ich mich nur hart genug anstrenge! Sondern fröhlich genau das tun, was ich liebe. Und wenn ein Onkel diese Lebenshaltung unterstützt, dann sage ich nicht nein.

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Strategien im Schützengraben

Im Nachbarhaus, in der Wohnung, die direkt neben meiner liegt, wohnt ein Koloß, dem ich lieber aus dem Weg gehe. Er heißt Henning, mißt bestimmt an die zwei Meter, und sein massiger Schädel, die schwarzen Haare glatt nach hinten gekämmt, wirkt wie mit Hammer und Meißel aus einem Steinblock geprügelt.

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Schlußvorstellung

Mittwochabend gegen Sieben, ich sitze in der Küche und warte. Dann klingelt das Telefon, Rudi ist dran. »Ich muß hier raus«, brüllt er mir ins Ohr, bevor ich »Hallo« sagen kann. Klingt total aufgekratzt, wahrscheinlich hat er schon ein paar Biere intus.

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Beförderung

Die Aussicht vom Dach des 32. Stocks war großartig. Genau richtig für mutige Entschlüsse, perfekt für den Flug zum Mond. Sozusagen.

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Feierabend

Die Sonne war gerade untergegangen, Romantik machte sich breit.
»Ich brauche deine Liebe!«, sagte Ricki. »Sie ist die Delikatesse, die mein Leben versüßt. Gib mir mehr davon, deine Brüste, deine Möse, deinen Saft! Den Apfelkuchen, den besten der Welt! Du bist eine unvergleichliche Hausfrau, und wenn du dich durch die Wohnung wischt, würde meine Mutter – Gott hab sie selig – vor Neid erblassen.«

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