MIT CLAUDIA IM BETT, SOZUSAGEN: Ich sitze im Büro von Claudia Roth, der Kulturstaatsministerin. Ja, PUNKFOTO ist ein tolles, engagiertes, spannendes Projekt, sagt sie, und 30.000 Euro Förderung jährlich, das ist hinzukriegen. Sie zwinkert verschwörerisch mit dem linken Auge, bevor sie fortfährt: Aber natürlich müßten Sie PUNKFOTO dann noch mal auf einige Richtlinien abklopfen … keine sexuelle oder rassistische Diskriminierung etwa, das ist doch heutzutage wie ein ... (Weiterlesen ...)
Nr. 69

Auf der Suche nach dem Wahren Leben

aus »Schlund«, 2018

Meine Verbundenheit zu Perry Rhodan, zu Schund und Schmutz, reicht Jahrzehnte zurück. Ich war gerade acht und Apollo 11 noch nicht auf dem Mond gelandet, als es im Gebälk zu knirschen begann. Eines Tages schleppte mein Vater einen grünen, altmodischen Filmprojektor an, den er aus einem Nachlass abgestaubt hatte.

Etliche Biere und HB-Zigaretten später – meine Schwester Anne-Marie und ich drängelten und drängelten, wir konnten es nicht erwarten – begann das Ding zu rattern und warf »Das tapfere Schneiderlein« an die Raufasertapete. Ein märchenhafter Lichtstrahl, durchwoben von Zigarettenrauch, zauberte bewegte Bilder herbei. Und das nicht im Kino, sondern bei uns zuhause! An jedem Ort, der einem gefiel! So lange es dunkel genug war und Strom aus der Steckdose kam. Mit offenem Mund verfolgte ich das Wunder und versuchte, die Magie dahinter zu begreifen.

Ich konnte es kaum fassen: Es gab nicht nur diese Welt – nicht nur Suff und Kippen! Nicht nur Wuppertal-Oberbarmen und die Kneipen, in denen mein Vater seine Wochenenden verbrachte! Man konnte ganze Welten erschaffen, wenn man mit Licht, mit Träumen und Ideen zu spielen verstand. Nein, mein Leben sollte keine Kneipe sein – sondern ein einziges Kino!

Ein paar Tage später warf mein Vater den Apparat und einen Berg Filme kurzerhand weg. Alles zu anstrengend.

»Nimmt nur Platz weg. Weg mit dem Mist!«, sagte er. Und ab in die Kneipe, ein paar kühle Blonde zischen. Kurt Altenburg wusste eben Prioritäten zu setzen.

Wie gut, dass es noch den Fernseher gab! Den hätte der Papa nie weggeworfen! Dann wäre ja auch Schluss mit der Sportschau gewesen. Kein Problem für mich, aber die Augsburger Puppenkiste wäre dann ebenfalls verstummt. Wo ich doch Urmel aus dem Eis und Kleiner König Kalle Wirsch vergötterte! Die ganze Puppenkiste rauf und runter.

An manchen Tagen hampelte ich an unsichtbaren Fäden durchs Kinderzimmer und stellte mir vor, fliegen zu können. Träumte davon, wie Muhammad Ali leichtfüßig und unbeeindruckt von allen Widrigkeiten und Gefahren durch die Arena zu tanzen.

Und ich fragte mich, ob Menschen ebenso wie die Puppen an unsichtbaren Fäden hingen, gesteuert durch Spieler im Hintergrund. Das hätte vieles erklärt, was ich an der Welt der Erwachsenen nicht verstand.

Kopfzerbrechen bereitete mir nur die Frage, wer der Puppenspieler sein könnte. Gott? Der Teufel? Da musste ich wohl mal Pfarrer Schulze fragen. Der verstand sich auf so was.

 

Pfarrer Schulze war mein Religionslehrer. Gleich in der ersten Stunde brachte er für alle Schüler ein Buch mit, aus dem die Kinder Geschichten vorlesen sollten. Jedem Text waren Illustrationen beigefügt.

Mir gefielen die Heiligenscheine und roten, glühenden Herzen, als die der Heilige Geist auf die Menschen niederfuhr. Gelegentlich gab es stark riechende Blätter mit Bildern drauf, die ausgemalt werden mussten. Sie wurden als ›Schnapsdruck‹ verspottet.

Der Pfarrer war ein fröhlicher Mann, der gerne losgelöst vom Buchtext fesselnde Geschichten aus dem Heiligen Buch erzählte. Oder von der Missionsarbeit der Kirche überall in der Welt. Mit Körpereinsatz, jubilierend und bewegt, einem Tanz gleich, hielt er die Klasse im Bann. Wir liebten Pfarrer Schulze.

»Ins ferne China, zu den Heiden, brachten Missionare den Menschen die Frohe Botschaft«, so begann er eines Tages ganz harmlos. »Sie waren beliebt, weil sie Gutes taten. Viele Chinesen ließen sich taufen und wurden zu Christen, nachdem sie von Jesus gehört hatten.«

Er lächelte gütig, sein perfides Vorspiel. Als satanische Wendung erhob er urplötzlich beide Hände in drohender Geste, die Augen blitzten.

»Doch dann kamen die Bolschewisten …!«

Des Pfarrers Stimme erbebte, seine Stirn legte sich in Falten, als er von den Schandtaten ominöser »Kommunisten« erzählt.

Ich stelle mir einen dieser verfluchten Bolschewisten vor, mit bestialischem Grinsen und langen gelben Zähnen, den Krummsäbel erhoben. Den rammt er dann in die Nonne, zack, rein! Dazu ein krächzender Schrei! Hämisches Lachen des Roten, die Nonne haucht ihr Leben aus, ihre Seele strömt in Form eines feurigen Herzens gen Himmel!

Pfarrer Schulze half meiner Phantasie auf die Sprünge, und mir gefielen die schaurigen Bilder, die meine Tagträume dazu schufen.

Ein weiterer Grundstein für die Liebe zu einfach gestrickten, schockierenden und phantasievollen Geschichten – gemeinhin als »Schundliteratur« bekannt – wurde gelegt.

 

Einige Jahre später: Mein Vater verfiel mehr und mehr seiner Liebe Wicküler Bier, Time Tunnel eroberte den Bildschirm, Raumschiff Enterprise folgte ein paar Monate später. Doch davon bekam ich wenig mit, weil Pappa die Flimmerkiste blockierte.

Also raus aus der Bude, die Ausflüge in Raum und Zeit selbst in die Hand nehmen!

Unendliche Weiten – etliche Monate war das Raumschiff Peter Altenburg in der Jugendbibliothek unterwegs, um in Büchern zu verschwinden, von deren Existenz ich bislang nichts geahnt hatte. In Bildbänden über die Mondlandung, Raketenbau, unser Sonnensystem und weit entfernte Galaxien. Ich träumte vom Weltraum, von atemberaubenden Reisen in Raumschiffen - und fand Mark Brandis in der Jugendbibliothek. Der stand in der Rubrik »Science Fiction« und war eine für Jugendliche konzipierte Reihe, die kreuzbrav und erzieherisch wertvoll daherkam.

Mark Brandis wurde unter »Gähnende Langeweile« abgehakt. Nix los im Weltall, ich brauchte härteren Stoff.

Den fand ich in Perry – Unser Mann im All! Eine Comic-Reihe mit von Weltraumpest zerfressenen Raumschiffen, unberechenbaren Außerirdischen und galaxisweiten Kriegen satt. Das war echter Fortschritt – und es sollte noch besser werden!

Urplötzlich, von einem Heft zum anderen, revolutionierte sich der Perry-Look: Nun wirbelten die Bilder mit Schwung über die Seiten, neben den heißgeliebten Kugelraumern flogen nackte Weltraumschönheiten durchs All. Das war nicht länger schwarz, sondern knallbunt, durchzogen von surrealen Schlieren. Ein gezeichneter LSD-Trip, verwirrend, bedrohlich. Weltraum-Musik als utopischer Comic.

Das und die Armada praller Brüste und strammer Schenkel, die vollen Lippen und ausladenden Ärsche wirkten einwandfrei verboten und genau deshalb attraktiv und heiß. Ich kam mir mit einem Mal älter und reifer vor.

Eines Tages fiel ein Perry meiner Mutter in die Hände. (Ich hatte ein besonders schönes Heft unter der Matratze versteckt, klassisch und einfallslos!) Neugierig, aber nichtsahnend blätterte sie in ihrem Fund und entdeckte, was ihr braver Sohnemann bislang heimlich verschlang: nackte Mädchen, daherspazierend in erotischen Posen! Ausgerechnet in der von ihr aufgespürten Ausgabe flogen zu allem Unglück abgerissene, blutige Köpfe durch die Gegend!

Die »Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften« reagierte genauso empört wie meine Mutter - mit dem Unterschied, dass Erstere Perry 38 nur auf den Index setzte, Letztere jedoch das »Schundheft« nicht nur konfiszierte, sondern zusätzlich Ohrfeigen verteilte.

Der Ärger rund um Sex & Gewalt minderte nicht im Geringsten mein Interesse an Perry. Kein Heft habe ich mehr verpasst! Daneben hielt ich gierig nach allem Ausschau, was als »Schund« daherkam. Und das war nicht wenig.

 

Eines Tages vermachte mir Berger eine ganze Kiste Heftromane. Der wohnte im gleichen Block wie ich und war eine Leseratte.

Zuhause sah ich mir die Hefte genauer an: Klasse, mein Freund Perry, aber nicht als Comic, sondern was zum Lesen! Auf den Titelbildern kämpfende Roboter, explodierende Raumschiffe und brüllende Monster oder Raumsoldaten - hier wurde der Puls ununterbrochen auf 180 gehalten.

Im Innenteil Text. Wie ein Buch. Kaum Bilder. Ich saß ratlos vor den Heften, verstand kaum ein Wort. Aber einige Dinge schon: In Perry Rhodan hatte alles Hand und Fuß! Da wurden einem keine Kinder-Märchen aufgetischt, sondern Geschichten erzählt, die auf Wissenschaft und Technik fußten. Irgendwie. Es gab einen Hyperraum! Ewiges Leben durch Zellaktivatoren! Planetenumspannende Computer! Positronisch-biologische Robiter, genannt Posbis, die nach dem Wahren Leben suchten! Alles akribisch von Autoren erdacht, die von der Materie was verstanden. Dazu in manchen Heften detaillierte technische Illustrationen der Raumschiffe.

Ich wollte diese Raumer haben, die Zeichnungen mussten raus aus den Heften, hinein in die Hand, damit ich sie dort fühlen und erleben konnte. Wie Porno-Pinups für Elfjährige! Könnte man Raumschiffe vögeln - ich hätte es getan!

Auf den Boden der Tatsachen zurück brachte mich die Erkenntnis, dass alle Versuche, die Romane zu lesen, scheiterten. Zu viel Techno-Kauderwelsch, Zillionen Namen, Völker und Planeten. So eine Scheiße: Ich wollte verstehen, warum da Planeten explodierten und wissen, ob die Posbis das »wahre Leben« fanden!

Auch der Besuch bei einem Perry-Rhodan-Club in Barmen endete in einer Pleite: Die Jungs waren schon vierzehn, hatten lange Haare und Poster mit nackten Mädchen an der Wand. Sie wollten nichts mit mir zu tun haben. Mit einem Elfjährigen.

Ich kapitulierte – vorerst – aber die Romane bekamen einen festen Platz neben meinem Bett. Sie sahen zu schön und geheimnisvoll aus, wie eine unnahbare Diva, die einen still und doch verheißungsvoll anlächelt. Irgendwann würde der Tag kommen, an dem mir der Eintritt in diese wunderbare Welt, in der es um WICHTIGE und GROSSE Dinge ging, nicht länger verschlossen blieb.

 

Zunächst aber bekamen die Altenburgs ihren ersten Farbfernseher. Der Telefunken hatte Tasten für sieben Programme, obwohl es nur drei gab.

Die Programmtasten reagierten auf Berührung, nicht auf Druck, und es machte Spaß, auf ihnen wie auf einer Klaviatur zu spielen. Ich fand heraus, dass ein wenig Spucke auf den Tasten die neue Kiste Amok laufen ließ. Die Programme schalteten wie ein irregewordener Computer pausenlos hin und her. Ich kam mir vor wie ein Zauberkünstler. Oder wie Gucky, der Mutant aus den Rhodan-Heften, der mit purer Willenskraft Gegenstände bewegen konnte.

Wie gerne wäre ich ein Mutant gewesen!

 

Ein Jahr später startete ich einen neuen Versuch hinein ins Perry-Rhodan-Universum. Und siehe da: Der Herr ließ Hirn vom Himmel regnen und legte damit die Grundlage für eine lebenslange Liebe. Mir erschloss sich ein unerschöpfliches Universum aus Galaxien, Völkern und Weltraumabenteuern. Hurra! Weiter hinein in eine Phantasiewelt, in der niemand »Peter, hol mal Bier aus dem Kühlschrank« brüllte!

 

In der Kneipe meiner Eltern – mein Vater hatte mittlerweile sein Hobby zum Beruf gemacht – fand ich einen Verbündeten. Rolli war 43, ein ewiger Junggeselle, der bei seiner grantigen Großmutter wohnte, sich ordentlich die Birne zuknallte und mich mit Schundromanen aller Art versorgte. Er schob mir neben Perry-Rhodan-Heften stapelweise Grusel-Krimis von Dan Shocker zu – »Bis die Ratten dich zerfetzen« und »Im Todesgriff der Schreckensmumie«, so schrie es mir von den Titelbildern entgegen. Von den Landser-Heften, die Rolli mir ebenfalls rüberreichte, hatte ich mir allerdings mehr versprochen. Da fand ich jedes Geschichtsbuch interessanter.

 

Meine erste eigene Kurzgeschichte schrieb ich im Deutschunterricht, da war ich zwölf. Mit Sternchen als Trennzeichen für Situationswechsel in den spannendsten Momenten. So wie ich es in Perry Rhodan und anderen Heften gesehen hatte.

Ich sparte nicht mit Blut, übersinnlichen Kräften und niederträchtigem Drama. Dennoch spürte ich, dass das Ganze meiner Lehrerin trotz ihrer freundlichen Worte nicht gefiel. Das kümmerte mich nicht; ich wusste, dass ich das Zeug zum Dichter hatte. Vielleicht nicht zum Romanautor, aber eine blühende Phantasie besaß ich auf jeden Fall. Das sagten alle.

Während vor 40 Jahren meine Altersgenossen erst Micky Maus und später Superman hinter sich ließen, blieb ich bei Marvel-Comics und Heftromanen hängen. Meine Lieblingsautoren hießen Dan Shocker und K. H. Scheer, nicht Ernest Hemingway und Hermann Hesse. »Der alte Mann und das Meer« flog nach einem Dutzend Seiten in die Ecke, ich wollte härteren Stoff.

 

Ein Grusel-Krimi leitete meine Pubertät ein: »Draculas Liebesbiss« zeigte auf dem Cover das Antlitz des Vampirfürsten, mit aufgerissenem, blutverschmiertem Mund. »Sie schloss die Augen, als die Lippen des Mannes sie berührten. Ein süßes Gefühl der Zärtlichkeit und Erregung, Schmerz und Hingabe mischten sich zu einem unbekannten Etwas in ihrer Empfindungswelt, als Draculas Zähne sich in ihre Haut bohrten. Sie nahm den Liebesbiss Draculas mit einem leisen Aufschrei der Lust entgegen.«

Da kam mir das Mädchen in den Sinn, das mich vor Jahren auf dem Schulhof gewürgt hatte. Wie aus dem Nichts war sie vor mir aufgetaucht, dann schlossen sich ihre Hände um meinen Hals, sie drückte zu. Nur weniger Sekunden, aber es genügte, um mich in den Nächten darauf bis in den Schlaf zu verfolgen. Sie war mein Dream Girl, ich sehnte mich nach ihr.

Eines Tages werde ich darüber schreiben, nahm ich mir einige Jahre später vor. Vielleicht erkennt sich das Mädchen ja im Buch wieder. Wir verabreden uns bei Hähnchen Helmig, sitzen an der Wupper, umarmen uns – und dann beiße ich in ihren Hals und trinke Blut!

 

Weihnachten 1972 erfüllte sich ein lang gehegter Traum: Ich bekam meinen eigenen Filmprojektor! Zwar nur ein gebrauchter Eumig und ohne Ton, aber das machte nichts.

Ich war nun zwölf, hatte aber längst die glorreiche Achtzehn im Visier – um mir im Kino Sexfilme anzuschauen! Streifen wie Schulmädchen-Report oder Liebesgrüße aus der Lederhos’n. Davon erzählten meines Vaters Kneipenfreunde und schlugen sich auf die Schenkel.

Obwohl es gar nicht schnell genug gehen konnte, die herrliche Achtzehn zu erreichen, waren meine Freunde und ich froh, endlich in Filme mit dem Vermerk »Freigegeben ab 12 Jahren« hineingelassen zu werden.

Sonntags gingen wir ins Moderne Theater in die »Jugendvorstellung«. 2 Mark 50, ständig lief der gleiche Schrott. U2000 - Tauchfahrt des Grauens, Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn und Perry Rhodan – SOS aus dem Weltall. Bald konnten wir die Dialoge mitsprechen.

Die japanischen Monsterfilme sahen auf der Kinoleinwand beeindruckend aus. Der röhrende, wummernde Sound tat sein übriges. Welch freudiges Gejohle, wenn Godzilla eine Großstadt zertrampelte und das Militär mit seinem Feuerstrahl röstete!

Ich träumte davon, so eine Stadt als Modell zu bauen, um sie mit meinen eigenen Händen und Füßen in Schutt und Asche zu legen.

 

Die größte Spinne meines Lebens begegnete mir im Keller des heimatlichen Wohnklotzes. Sie hockte an der Wand, hatte dicke, behaarte Beine und war bestimmt handtellergroß. Mindestens! Ich rief Herrn Wienekamp, der die Riesenspinne kurzerhand zertrat.

Die arme Spinne! Ich hätte sie gerne gefangen und mit geheimen Tinkturen zu einem menschenfressenden Monster heranwachsen lassen.

Weil ich aber genau wusste, dass mir das Geld für die Forschungsarbeit fehlte und ich zu faul und ungeschickt war, um diese großartige Vision in die Realität umzusetzen, kam mir eine andere Idee: Ich würde im Keller ein eigenes Kino eröffnen! Einen Projektor besaß ich ja bereits; ich würde von jedem Kinobesucher 50 Pfennig Eintritt verlangen, ein attraktives Angebot!

Fehlte nur noch ein Stapel zugkräftiger Filme. Ich entdeckte in einem Film- und Fotoladen genau das, was ich suchte: Godzilla und King Kong als Super8-Knaller, und zu meiner Verzückung ebenfalls Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall. 180 Meter, 30 Minuten.

Die Freude ließ schlagartig nach, als ich das Preisschild entdeckte: 129 Mark. EINHUNDERNEUNUNDZWANZIG!

Woher sollte ich so viel Geld nehmen?

Es blieb keine Wahl: Die Kohle musste verdient werden, und zwar durch Arbeit! Während der Sommerferien flitzte ich als Laufbursche durchs Möbelhaus Koch, für 2 Mark 50 die Stunde.

Nach zwei Wochen überreichte mir der alte Koch einen Hundertmarkschein. Eine unvorstellbar große Summe für einen Zwölfjährigen. Aber zu wenig für SOS aus dem Weltall. Zumal ich mittlerweile festgestellt hatte, dass es sich um Tonfilme handelte, für die mein Projektor nicht taugte.

Aus der Traum vom mächtigen Filmvorführer, der die Welt (den Keller!) mit strahlendhellen Projektorstrahlen erleuchten und beeindrucken vermochte!

Es blieb Perry Rhodan, der zuverlässig jede Woche ein neues Heft ausspuckte und mich vergessen ließ, dass meine Familie mittlerweile in Trümmern lag.

Ein Freund, ein echter Freund, das ist das Beste, was es gibt im Weltraum! In einer Galaxis voller Aliens, von denen die schlimmsten einem den Verstand auslutschten wollten.

Doch davon ließ sich Professor Altenburg nicht beeindrucken. Die Suche nach dem Wahren Leben musste weitergehen!

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