Von Salzwedel nach Hannover

In SALZWEDEL gestern kein Zuckerschlecken: Das Publikum eine lärmende Soundkulisse, gegen die kaum anzulesen war – also mußte ich schreien, pöbeln, beleidigen, was das Zeug hielt. Nicht unbedingt ein Spaß – aber so ist das eben, wenn man zur „Leitkultur für Gestörte“ aufruft. Immerhin versuchte niemand, mich zu ficken – na, mal abgesehen vom sturzbesoffenen Gastgeber, der mich ständig ablecken wollte.

Glücklicherweise fand ich woanders einen Pennplatz – Grüße an Micha, den Fensterbauer, bei dem ich gerade auf dem Sofa liege, und die sympathische Blonde, die mir während der Lesung unterunterbrochen Hyperenergie zufächerte. Und natürlich an Silke von den Wagner-Sisters, die ich noch aus meinen frühen Achtzigern in Hannover kenne und die mir tatsächlich den Abend gerettet hat.

Gleich geht’s mit dem Zug nach HANNOVER, wo ich am Abend in der Glocksee hoffentlich viele alte Freunde und Bekannte treffe und nach meiner Lesung in meinen 58. Geburtstag reinfeiere. Lange werde ich aber nicht durchhalten, der Schlafmangel sitzt mir bereits tief in den Knochen.

Am Sonntag dann in HAMBURG die eigentliche Geburtstagfeier … die SEX PISTOLS spielen, und alle tanzen nackt auf den Tischen, während ich gemütlich aus meinem Buch lese und anschließend echten Reibach mache.

Darauf kann ich mir dann einen runterholen.

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