Karl Nagel

Von Rostock nach Bonn

Die Fahrt von ROSTOCK nach BONN heute ist die längste meiner Tour. Und prompt ist was schiefgegangen: Zwischenstop in Hamburg, kurz nach Hause, ein paar Sachen erledigen. Dann wieder rein in den nächsten Zug. Blöd, wenn man die Fahrkarte zuhause liegenläßt und deshalb noch mal zurück muß …

Nun werde ich ziemlich spät in Bonn ankommen, alle werden schon auf ihren Stühlen sitzen, Hektik-Hektik! Egal. Irgendwie werd ich’s packen, spätestens gegen 20:30 wird’s losgehen!

Gestern in Rostock ein voller Laden und viel Zigarettenrauch, aber das kann einen flexiblen Nichtraucher wie mich nicht schocken. Mit einer Axt im Gepäck kann man jeden Konflikt lösen.

Von Schwerin nach Rostock

Nach der Lesung gestern in SCHWERIN habe ich heute etwas Zeit, bevor es nach ROSTOCK geht. Das Ganze fand in Kirchenräumen statt, dem „Paulskirchenkeller“ – aber in einem Umfeld, das wenig oder gar nichts Religiöses an sich hatte. Sehr, sehr coole Leute, herzlich, durchaus politisch und links, mit wachem, kritischen Blick und Sinn für Zwischentöne und Humor. So was macht es mir leicht, ’ne gute Zeit zu machen – und Provokationen fast unmöglich.

Aber darum geht’s doch oder? Leben und leben lassen! Und die Steinbeißer aus dem Leben fernhalten.

In diesem Sinne: Ich freue mich auf Rostock und hoffe, daß es dort genauso weitergeht!

Von Hamburg nach Schwerin

Gleich geht’s nach SCHWERIN – angesichts des aktuellen Bahnstreiks keine leichte Aufgabe! Glücklicherweise aber auch eine übersichtliche Strecke, die ich notfalls auch stehend im überfüllten Zug verbringen kann.
Die Lesung selbst findet übrigens im Paulskirchenkeller statt – in so was war ich zuletzt 1989, als ich Leipziger Punk-Freunde beinem Konzert in einem Kirchenkeller traf.

Gestern in HAMBURG war eine klasse Atmosphäre, die mit Abstand beste bislang, Und die Frage, ob ich demnächst vielleicht aus Hamburg wegziehe, hat sich damit auch für eine Weile beantwortet. Bin doch in HH mehr zuhause, als ich manchmal schwarzsehe …

Von Hannover nach Hamburg

Zurück in HAMBURG, wo’s gleich im Monkeys weitergeht – schnell noch ein bißchen Schlaf nachgetankt, dann ab die Post und rein in die Geburtstagsleserei! Oppa Karl ist ja seit heute 58.

Gestern in HANNOVER in vertraute Gefilden, in der Glocksee. Viele vertraute Gesichter, davon einige Freunde, z.B. aus MILITANT-MOTHERS-Zeiten. Habe dabei einige Geschichten vorgetragen, die sicher mancheiner nicht von mit erwartet hat.

Na ja, jetzt bin ich heiser. Hm. Noch 9 Lesungen, das wird ein harter Ritt!

Von Salzwedel nach Hannover

In SALZWEDEL gestern kein Zuckerschlecken: Das Publikum eine lärmende Soundkulisse, gegen die kaum anzulesen war – also mußte ich schreien, pöbeln, beleidigen, was das Zeug hielt. Nicht unbedingt ein Spaß – aber so ist das eben, wenn man zur „Leitkultur für Gestörte“ aufruft. Immerhin versuchte niemand, mich zu ficken – na, mal abgesehen vom sturzbesoffenen Gastgeber, der mich ständig ablecken wollte.

Glücklicherweise fand ich woanders einen Pennplatz – Grüße an Micha, den Fensterbauer, bei dem ich gerade auf dem Sofa liege, und die sympathische Blonde, die mir während der Lesung unterunterbrochen Hyperenergie zufächerte. Und natürlich an Silke von den Wagner-Sisters, die ich noch aus meinen frühen Achtzigern in Hannover kenne und die mir tatsächlich den Abend gerettet hat.

Gleich geht’s mit dem Zug nach HANNOVER, wo ich am Abend in der Glocksee hoffentlich viele alte Freunde und Bekannte treffe und nach meiner Lesung in meinen 58. Geburtstag reinfeiere. Lange werde ich aber nicht durchhalten, der Schlafmangel sitzt mir bereits tief in den Knochen.

Am Sonntag dann in HAMBURG die eigentliche Geburtstagfeier … die SEX PISTOLS spielen, und alle tanzen nackt auf den Tischen, während ich gemütlich aus meinem Buch lese und anschließend echten Reibach mache.

Darauf kann ich mir dann einen runterholen.

Von Bremen nach Salzwedel

Bevor es gleich nach SALZWEDEL für eine weitere Lesung geht, hier noch mal der Hinweis, daß ich am 10.12. in SCHWERIN bin! Da solltest Du unbedingt aufkreuzen, wenn Du meine Axt in Aktion sehen willst!
Das Rum Bumpers in BREMEN war gestern gut gefüllt – hatte meine Freude daran, den Alterpunkern was reinzuhupen. Tourette-Karle in seinem Element!
Und aller-überherzlichen Dank an Nici und Elf, die mir einen klasse Empfang bereitet haben. Haken: Der Laden war dermaßen voll, daß der Sound nicht für alle reichte – ich muß (und will) also noch mal ins Rum Bumpers, um auch das allerletzte Hirn zu erweichen! Wann genau, klären wir noch!
Ansonsten um 2 im Bett, seit 6 wieder wach und schon wieder in Hamburg – nachn Pennen, Packen, Posten, geht’s dann ab nach Salzwedel!

Bitte-Bitte sag ich nicht!

Ok, Ich hab’s getan, es mußte sein. Ich habe die ganzen schönen PUNKFOTO-Spendengelder wieder für eine Bahncard 100 verbrannt. 4270 Euro. Damit ich 12 Monate wie ein Irrer durch die Gegend fahren kann. Nicht nur für PUNKFOTO, sondern auch um Leuten mein Buch SCHLUND auf den Schädel zu hämmern, um ihnen Geschichten aus der Nase zu ziehen, mir Orte anschauen, wo die Luft brennt. Damit ich darüber schreiben kann.

Und DU? Ist doch klar: GIB MIR ALLES, WAS DU HAST! Mach die Spendenkasse wieder voll, für PUNKFOTO, das weltweit größte Punk-Fotoarchiv mit 30.000 Fotos online! Komm zu meinen Lesungen! Besorg mir Orte, wo ich lesen kann! Kauf meinen Scheiß!

Aber BETTELN werde ich um Deine Hilfe NICHT! Und erst recht nicht um Deine Kohle. Ich werde nicht auf dem Boden rumtuschen und Dir alles versprechen, was Du hören willst.

Schieb also ne ruhige Kugel, wir werden alle lahm und alt, ist ok. Irgendwann ist eben Ende für jeden. Aber ICH bin noch nicht fertig, ich habe noch einiges vor!

Ich leg dann mal los. 

Bis ich abkacke, weil ich von dem ganzen Zirkus die Nase voll habe!

Morgen Bremen, dann der Rest der Welt!

6.12.2018 BREMEN – Rum Bumpers
7.12.2018 SALZWEDEL – Crazy World
8.12.2018 HANNOVER – Glocksee
9.12.2018 HAMBURG – Monkeys (Release Party)
11.12.2018 ROSTOCK – Molotow
12.12.2018 BONN – Limes
13.12.2018 KÖLN – Sonic Ballroom
14.12.2018 SIEGEN – VEB
15.12.2018 WUPPERTAL – Utopiastadt/Mirker Bahnhof
16.12.2018 BIELEFELD – Freak Culture
17.12.2018 BOCHUM – Trinkhalle

Die richtigen Köpfe einschlagen! Promo-Terror!

Wenn man ein Buch schreibt und veröffentlicht, dann will man es auch verkaufen. Sonst hätte die Druckerei ja nichts zu tun. Und aus Ruhm und Reichtum würde auch nichts.

Eigentlich würde ich ja mein Meisterwerk SCHLUND gerne Denis Scheck schicken. Denn kenne ich noch aus Zeiten, als wir beide als junge SF-Fans durch die Szene turnten.  Das war 1980, er 15, ich 19! Aber woher die Postadresse kriegen? Hm.

Da Marcel Reich-Ranicki ja nicht mehr unter uns weilt, wäre jetzt Elke Heidenreich fällig. ICH WILL INS FEULLETON! Verdammt, wie komme ich da ran?

Bevor Du jetzt auf die Idee kommst, mir Deine Adressenliste von 200 Krrrritikern und Rezensenten zu schicken – vergiß es! Bin ich bekloppt, mein Meisterwerk wie Perlen vor die Säue zu werfen? Nein. Nein. NEIN!

Ist aber auch ein Kreuz mit der Promo. Ist nicht leicht, den richtigen Leuten mein Buch um die Ohren zu schlagen. Mächtige Multiplikatoren, die SCHLUND nicht kaltläßt. So oder anders rum! Hey, was ist mit Sibylle Berg? Die wäre perfekt!

Oder Margarete Stokowski. Die fände mein Buch bestimmt rassistisch (das Cover und so!) und sexistisch – obwohl darin alle Frauen besser als ich wegkommen! Andererseits … so ein herrlicher Verriß, der hat auch was!

Also: weiterbuddeln! Und wenn DU nen echt guten Tipp hast – her damit!

 

Vorgestern Urgesteinwürfe in Leipzig, heute Kinderschreck in Berlin!

Vorgestern klasse Auftakt in Leipzig, im Ilses Erika. 30 Leute, 2,5 Stunden, was dann doch wohl ein Happen zu viel war, habe zu viel Energie rausgehupt und fühle mich ein bißchen ausgelutscht. Aber so ist eben beim „ersten Mal“, und es gibt immer was zu lernen!  Dazu auch ein Artikel in der Leipziger Volkszeitung von Karsten Kriesel -könnt Ihr hier auch als besser lesbares PDF herunterladen!

Vielen Dank an alle – besonders an Chris und Jörn – vielleicht gibt es ja im Sommer ein Wiedersehen!

In Berlin gibt’s heute die nächste Lesung, beim kellerkinder e.V. in der Eberystr. 8, Einlaß ab 18 Uhr. Ich verspreche, ich werde die Ruuuuuheeee selbst sein!

SCHLUND im Sack, morgen Leipzig!

Gestern kam SCHLUND aus der Druckerei – der widerwärtigste Roman der Welt! Sieht aus wie ein Mix aus Modern-Talking-Gedächtnisband, Schulbuch und glänzendem Scheißhaufen von Carten Maschmeyer, dazu einem Spritzer Porno-Majo. Werd’s verkaufen wie ein Zuhälter seine Pferdchen. Der Rubel muß rollen, der Knast ist überall.

Und morgen geht’s endlich los, in LEIPZIG, in „Ilses Erika“. Bin gespannt, wie’s läuft … und nein, es wird keine Veranstaltung im APPD-Stil und auch nicht „Opi erzählt von früher“. Habe einige Pfeile im Köcher, und es wird Spaß machen, sie endlich verschießen zu können!

Alles weitere auf meiner Terminseite!

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