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  "Karl Nagel ist für seine patriarchalen und faschistoiden Positionen bekannt. Er mißbraucht Menschen und Zusammenhänge."
Mein alter Automaten-Intimus Alvons Diehmer so oder ähnlich anno 2000.
 
     
 
1979-81
Fantastrips
Magazin für Fantastic Art

Mit meiner Ausbildung zum Industriekaufmann begann eine schlimme, aber dennoch lehrreiche Zeit. Mich quälte zwar die Tatsache, ein kleines Licht in einer mächtigen Hierarchie zu sein, was mir aber nur wieder einmal mehr verdeutlichte, daß es besser ist, zu herrschen, als beherrscht zu werden. So wurde ich immerhin recht schnell Jugendvertreter und bekam dabei Einblick in den Gewerkschaftsapparat.

Bei meinem auf GORGOL folgenden Projekt setzte ich mir dann ein ganz neues Ziel: Zum ersten wollte ich die Kontrolle nicht über eine einzelne Person, sondern über eine ganze Gruppe von Menschen gewinnen.

Diese Vorhaben tarnte ich geschickt mit der angeblichen Absicht ein Magazin für die deutsche SF- und Comic-Zeichner-Szene schaffen zu wollen. Dutzende von Zeichnern fielen auf dieses Märchen herein, so daß es mir mit FANTASTRIPS schnell gelang, bundesweiten Ruhm zu ernten. Gerade die etwas jüngeren Zeichner bettelten bald darum, ihre Illustrationen in FANTASTRIPS veröffentlichen zu können, was mich sehr befriedigte.

Mittels radikaler Gehirnwäsche schmiedete ich eine exzellente Zeichner-Truppe, von denen insbesondere Dirk-Geiling, Mike Loos und Udo Linke sich als besonders folgsam erwiesen.

Zum ersten Mal fügte ich auch kommerzielle Aspekte meinen Strategien hinzu: Ich konnte nämlich für genannte Zeichner mehr und mehr Illustrationen an diverse Verlage verkaufen, wobei ich einfach die Rechnungssumme für mich allein einstrich und so eine hübsche Summe auf meinem Konto landete.

Weil ich schon damals nach der Maxime "Gewinne für miche - die Verluste den anderen!" handelte, entschloss ich mich, das überhaupt nicht profitable FANTASTRIPS an einen Mitarbeiter zu verkaufen. Ich konnte Karlheinz Borchert - so hieß er - sogar davon überzeugen, bislang entstandene Verluste zu übernehmen! Welch ein Trottel, dachte ich!

Ein bitter Fehler, der mir aber immerhin einige wichtige Erfahrungen einbrachte...

Denn Borchert stellte sich als gerissener heraus als vermutet: Seine erste Handlung nach der Übernahme des Heftes war nämlich, mich kurzerhand zu feuern! Er wollte selbst an die Zeichner-Geldquelle heran und wußte wohl, daß das Heft der Schlüssel dazu war.

Und ohne das Druckmittel einer Publikation in den Händen, wandten sich die meisten Zeichner von mir ab und dem Stärkeren zu. Eine wichtige Lektion!

Für mich bedeutete das, daß alles verloren war und ich von vorne anfangen konnte. Das war der Moment, als ich auf die Punk-Szene stieß...
 
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Startschuß!
Geboren in Wuppertal als Sproß einer Arbeiterfamilie (1960)
Schullaufbahn
Grundschule - Gymnasium - Hauptschule - Höhere Handelsschule (1967-79)
Rot Front!
Erste politische Erfahrungen als Maoist und Unabhängiger Linker (1976-81)
Gorgol
Meine erste Erfahrung als Herausgaber einer Zeitschrift! (1978-79)
Fantastrips
Herausgabe des Magazins für phantastische Illustration. (1979-81)
Punk
Die wichtigste Phase in meinem Leben. (1981-87)
Chaos-Tage
Drahtzieher der mehrmaligen totalen Vernichtung von Hannover! (1982-84,94-2000)
APPD
Start der politischen Karriere (1982-86,94-99)
Hackfleisch
Ein Punk-Fanzine wird zur Legende! (1982-87)
Alte Kameraden
Mein Einstieg in die musikalische Karriere (1984-85)
Preussens Gloria
Erste Musik-Veröffentlichung. (1985-86)
Morbid Outburst
Erster Plattendeal durch Provo-Theater. (1986-87)
Frontline
Aktivitäten beim FUNHOUSE/FRONTLINE-Versand (1987-89)
Spirit Family
Nichts als Opium für die Massen! (1988-91)
Militant Mothers
Der erfolgreichste und abschließende Baustein meiner musikalischen Karriere. (1988-92)
ZAP-Sonderausgaben
Profitables Publizieren durch das Wiederaufleben der Hannoveraner Chaos-Tage. (1994-95)
Bunkerbriefe
Karl Nagels Standardwerk über, das Leben, das Universum, Punk & Politik. (1995-2001)
Cannibal Home Channel
Medienmanipulation und Erzeugung von Massenpsychosen per Informationsvergiftung. (1996)