Irgendwo zwischen Kot, Scheiße und Alice Cooper

1987 war mein letztes Punkjahr – jedenfalls was die Optik angeht. Ich wußte das natürlich damals noch nicht, sondern versuchte stattdessen, noch ein paar Briketts draufzulegen. Superpunkrock!
Ich hatte keine Lust, wie so viele andere in dieser Zeit Richtung Hardcore rüberzumachen und was von PMA (Postive Mental Attitude) zu faseln. Dann lieber das zynische, individualistische Arschloch raushängen lassen, alles auf die Spitze treiben. Scheiß auf “Szene”, auf Nietenjacke und 08/15-Punklook – ich rannte nun als halbierter Mensch durch die Gegend. Von Alice Cooper klaute ich ein paar Briketts Dekadenz und machte mich auf der Bühne mit MORBID OUTBURST zum Mr. Bad, mit inszenierten Prügeleien und Herumtrampeln auf Gummipuppen.
In der Realität war es natürlich genau umgekehrt: Während die Band soff und sich die Nase puderte, war ich stets stocknüchtern. Von manchem Zuschauer bekam ich den Tip, ich solle doch “weniger Drogen nehmen”.
Im Oktober 1987 hatte ich die Nase voll und schmiss die Brocken. Keine Lust mehr, einen Kult der Selbstzerstörung vor den Leuten auszukotzen. Ein Konzert der RHYTHM PIGS gab mir den Rest. Ich wollte etwas SCHÖNES tun, mich für etwas BEGEISTERN.
Es folgten FUNHOUSE und die MILITANT MOTHERS, aber das schenken wir uns heute mal …
34 manchmal etwas irritierende Bilder von MORBID OUTBURST findet ihr hier! Unsere Scheibe könnt ihr hier runterladen. Alles schon 28 Jahre her!

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