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Jahr: 2015 (Seite 2 von 2)

Abkacken in Wuppertal ist nicht lustig!

Wenn ich mich entscheiden müsste, in welcher Stadt ich lieber scheitern und abkacken möchte, dann würde ich ganz eindeutig Hamburg wählen. Wer will, kann in der Hansestadt tagtäglich in einer der Zillionen Kneipen, Bauwagenplätze, Cafes, Zentren und Bars versacken und trifft dabei ohne Probleme auf die wirrsten und irrsten Typen. Ein Unterhaltungsprogramm 1. Klasse des eigenen Abgesangs.

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Da lacht die Kameradschaft!

„Du hast mir die Vorfahrt genommen, du Nazi!“ – „Selber Nazi! Hast beim Fahren telefoniert!“

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Die rechten Spacken sollen einfach die Fresse halten, ej!

In Hamburg wurde gestern eine Demonstration der AfD-Arschlöcher von Gegendemonstranten verhindert. Gut so. Wenn moralinsaure Spinner gegen Sexualerziehung oder Homo-Ehe Info-Stände machen, gibt’s schon mal Kleinholz. Wat mutt, dat mutt. Bei NPD/Nazi-Aktionen eh. HoGeSa und PEGIDA haben auch nichts zu lachen. Hehe. Wenn’s um Migranten geht, ist jede Aktion, die nicht die Parole “Offene Grenzen für alle” unterstützt, verdächtig. Paßt bloß auf! Demos gegen “Kinderficker” sind auch das Letzte. Da würden ja sicher Rechte mitlaufen. Keinen Fußbreit! Die “anderen” können ja zu Hause bleiben. Und Fresse halten.

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Irgendwo zwischen Kot, Scheiße und Alice Cooper

1987 war mein letztes Punkjahr – jedenfalls was die Optik angeht. Ich wußte das natürlich damals noch nicht, sondern versuchte stattdessen, noch ein paar Briketts draufzulegen. Superpunkrock!

Ich hatte keine Lust, wie so viele andere in dieser Zeit Richtung Hardcore rüberzumachen und was von PMA (Postive Mental Attitude) zu faseln. Dann lieber das zynische, individualistische Arschloch raushängen lassen, alles auf die Spitze treiben. Scheiß auf “Szene”, auf Nietenjacke und 08/15-Punklook – ich rannte nun als halbierter Mensch durch die Gegend. Von Alice Cooper klaute ich ein paar Briketts Dekadenz und machte mich auf der Bühne mit MORBID OUTBURST zum Mr. Bad, mit inszenierten Prügeleien und Herumtrampeln auf Gummipuppen.

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Chaostage in Heidelberg 2013: Die Steinwurfweite unterschreiten!

Sommer 2013. Ich saß in meinem Bunker in Hamburg-Altona und langweilte mich zu Tode. Das Internet kotzte mich jeden Tag ein Tweet mehr an, und auf Facebook jammerte ich die Leute voll, dass man den ganzen Laden in die Luft sprengen sollte. Ich konnte gar nicht so viel Currywürste essen, wie ich Hunger nach echten Erlebnissen hatte. Da kam die Nachricht von Chaostagen in Heidelberg gerade recht!

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34 Jahre Punk-Geburtstag: Die Nacht der Entscheidung!

Ich sitze hier in meiner 25-Quadratmeter-Butze in Wuppertal-Oberbarmen, und meine Gedanken gehen 34 Jahre zurück. Die Nacht, in der ich schwor, die ganze Scheiße hinter mich zu bringen. Nie wieder Industriekaufmann! Nie wieder Spielball der Arschlöcher und Idioten sein! SELBST entscheiden über mein Leben! Und es notfalls auch ruinieren. Das war mein Geburtstag!

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Mit dem Anwalt gegen Punk-Rosinenbrötchen

Manche Leute verschwenden ihre besten Jahre mit Ficken und Saufen. Dafür beneide ich sie. Sie haben was aus ihrem Leben gemacht. Während sie entspannt ihrem Ende entgegendämmern, wissen sie, daß sie nichts ausgelassen haben. Stattdessen muß ich mich mit Quälgeistern abplagen, die wegen Nichts mit dem Anwalt drohen. Ehemaligen »Punkern«, die wegen des PUNKFOTO-Outings ihres 30 Jahre zurückliegenden Lederjackentragens einen Schweißausbruch nach dem anderen kriegen. Sie wollen verhindern, daß Frau, Kinder, Arbeitgeber und der CDU-Ortsverband vom damaligen Treiben Kenntnis erhalten. Und schreiben mir hohle Grütze a la »SIE HÖREN VON MEINEM ANWALT!«

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Das letzte Asyl

Eines Tages wurde mir klar, dass ich nicht mehr jung bin. Das ist jetzt schon eine Weile her, muss so Ende 1993 gewesen sein. Ich war 32, der Lack ab, die Haare nur noch ein Witz.

Andere machen in so einer Situation erst mal ein Bier auf, oder gleich mehrere. Ich dagegen ging zum Hannoveraner Hauptbahnhof und setzte mich zu den Asi-Punkern. Das hatte ich schon seit Jahren nicht mehr gemacht.

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Klasse Songs schreiben, ein perfektes Rezept

Einer nach dem anderen waren wir zur wöchentlichen Bandprobe eingetrudelt. Alle zogen Hackfressen. Rotter hatte Ärger mit seinem Fuß, nicht zum ersten Mal. Ollis Finger war noch genauso dick wie bei der letzten Probe. »Ist geröntgt, weiß aber noch keiner, was es ist. Nur, daß es weh tut«, sagte er.

Da passte das fiese Kratzen, das ich seit ein paar Tagen im Hals verspürte. Ich war nicht allein.

»Würde heute lieber nicht singen. Ich kenne das. Sonst kriege ich hinterher tagelang keinen Ton raus.«

So ist das, wenn alte Männer harte, wilde Musik machen.

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